Ein Hobby für Weltverbesserer

Ein Hobby für Weltverbesserer

In Oberreichenbach und Unterreichenbach bei Schwabach gibt es zwei schöne Streuobstwiesen und auf diesen leben und arbeiten die Bienen von Doris und Jochen Sellmann. Wie viele es ganz genau sind, wissen die Hobbyimker nicht. Zehn Bienenstöcke betreuen sie insgesamt und je nach Jahreszeit befinden sich je Volk circa 10.000 bis 50.000 Bienen im Stock. Der Gedanke, sich Bienenstöcke zuzulegen, beschäftigte das Ehepaar längere Zeit und vor mittlerweile über zehn Jahren ist es dann so weit: Sie machen sich schlau über das Bienenzüchten… und legen los!

„Apis mellifera“, so der lateinische Name für die Honigbiene. Ihre Unterarten heißen Carnica- und Buckfast-Biene. Von denen leben bei den Sellmanns am meisten, doch wie bei allen Bienenvölkern, lässt sich eine Vermischung der Arten nicht vermeiden. Die Buckfast-Biene ist weniger aggressiv und einfacher zu hegen und gut verbreitet

Stolze 20-40 Kilogramm Honig je Volk sammeln die Sellmannschen Bienen Jahr für Jahr. Geerntet und geschleudert wird einmal im Frühjahr und einmal im Sommer. Bei einer emsige Honigbiene, die unermüdlich hin- und herfliegt, liegt die Lebenserwartung bei circa sechs Wochen. Und da heißt es immer: „Fleiß zahlt sich aus!“. - Die Winterbienen leben immerhin ein halbes Jahr und eine Königin hat eine Lebenserwartung von bis zu fünf Jahren. - Der Adel hat eben auch bei den Bienen den ArbeiterInnen einiges voraus.

Wir haben an dieser Stelle schon erwähnt, wie gesund Honig ist und wie wichtig und unverzichtbar Bienen für unser weltweites Ökosystem sind. Deswegen kann man Menschen wie den Sellmanns und ihren vielen HobbykollegInnen gar nicht genug danken, dass sie viel Zeit und Leidenschaft in die Pflege von Bienen stecken. Und wer jetzt meint, es gäbe nur im Frühjahr und Sommer was zu tun, der irrt gewaltig. Zunächst müssen die Bienen mit Nahrung -einer Zuckermasse- versorgt werden, damit sie gut über den Winter kommen. Dann heißt es Waben einschmelzen, Wachsplatten gießen, die Holzrahmen vom Honigraum säubern und ausbessern. Und wenn dann alles schön eingewintert ist, geht es auch fast schon wieder los. Wenn die Temperaturen nach oben klettern und ungefähr die 15-Grad-Marke erreichen, beginnt wieder die Bienenzeit.

Wir von Wildlieb dürfen uns glücklich schätzen, dass wir ein bisschen was vom reinen, süßen „Sommerhonig“ aus Schwabach abbekommen. Und auch ihr profitiert davon, wenn ihr Honig mögt: Ab sofort könnt auch ihr Honig von Bienen genießen, die wir fast alle mit Namen kennen… 😉 Wildliebs erster eigener Sommerhonig! Direkt von der Streuobstwiese und aus Imkerhand. Und mit besten Grüßen von Doris und Jochen.